1. März 2018
Der Lauf über die Ziellinie … die Abschlussprüfung Teil 2

Wie bei jeder Ausbildung liegt der krönende Abschluss in den Prüfungen. Etliche Monate liegen hinter einem, in denen man auf diese Tage hinarbeitete. Bin ich gut vorbereitet? Wie werden die Prüfer drauf sein? Erreiche ich das Ergebnis, das ich mir als Ziel gesetzt habe? Diese und noch weitere Fragen kreisten mir durch den Kopf, noch bevor ich überhaupt wusste, wann ich denn überhaupt genau geprüft werde.

Der grobe Aufbau und Ablauf der Prüfungen einmal zusammengefasst:

Die Abschlussprüfung der Kaufleute für Büromanagement besteht aus zwei Teilen. Teil 1, in dem die Fertigkeiten in Microsoft Word und Excel auf Herz und Nieren geprüft werden, findet 18 Monate nach Ausbildungsstart statt und geht zu 25 % in die Endnote ein. Einzelheiten über den 1. Teil könnt ihr in meinem Artikel vom Juni 2017 nachlesen.
Der 2. Teil besteht aus einem schriftlichen und einem mündlichen Teil. Der schriftliche findet im gleichen Gebäude in Schnelsen statt, in dem auch die Abschlussprüfung Teil 1 stattfand. Geprüft werden alle kaufmännischen Ausbildungsinhalte sowie speziell auch noch Wirtschafts- und Sozialkunde. Circa 1 ½ Monate nach der schriftlichen findet die mündliche Prüfung statt, die aus einem Fachgespräch besteht. Am Tag der mündlichen Prüfung bekommt man direkt im Anschluss das Ergebnis mitgeteilt und erfährt somit, ob man bestanden hat oder noch eine Ehrenrunde drehen muss.

Eingeleitet wird die zweite Prüfungsphase mit der offiziellen Einladung zu den Prüfungen der Handelskammer. Als ich diese bekam, stieg die Aufregung, denn ab da wurde es wirklich ernst.
Die verbliebenen vier Wochen zur schriftlichen Prüfung bestanden somit aus dem Wiederholen des Schulstoffes sowie dem Festigen des Neugelernten.
Die Prüfung lief dank der guten Vorbereitung und eines kühlen Kopfes gut und ich konnte die Vielzahl an Fragen recht gut beantworten.

Allerdings ging es danach sofort weiter mit der Vorbereitung für die mündliche Abschlussprüfung und somit begann die intensive Vorbereitung auf meine beiden Wahlqualifikationen und Prüfungsschwerpunkte  „Personalwirtschaft“ und „Kaufmännische Steuerung und Kontrolle“.
Am Tag der Prüfung war ich natürlich sehr nervös. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Prüfer zog ich meine Aufgabenstellung und hatte kurz Zeit, mir zu dieser Notizen zu machen.
In den darauf folgenden 30 Minuten hieß es dann, alles zu geben und zu beweisen, was in einem steckt.
Endlich, nach einer kurzen Beratungszeit, bekam ich dann die freudige Nachricht:
„Prüfung bestanden,  Sie dürfen sich jetzt offiziell Kaufmann nennen!!!“ 🙂

Das erfolgreiche Bestehen habe ich letztendlich nicht nur meiner Eigeninitiative, sondern auch der täglichen und intensiven Unterstützung meiner Kollegen zu verdanken. Jede einzelne Frage wurde mir immer mit Verständlichkeit, Ruhe und Gewissenhaftigkeit beantwortet. Mit so einer Unterstützung konnte eigentlich nichts mehr schiefgehen. Diesen Rückhalt vor meiner Prüfung zu erleben gab mir ein sehr gutes Gefühl und die notwendige Sicherheit.

Daniel Drechsler