9. November 2017
Studenten im Land der unbegrenzten Möglichkeiten

Ende September war es dann endlich soweit. Zusammen mit einem Kommilitonen flog ich im Rahmen einer Studienexkursion während meines dualen Studiums an der HSBA von Hamburg nach New York, um dort unsere USA-Rundreise zu starten, bevor wir uns mit den anderen Studenten an dem eigentlichen Exkursionsort Chicago trafen. In New York verbrachten wir die ersten drei Tage unserer Reise. Ich persönlich fand New York überwältigend, riesig, aber viel zu voll und unübersichtlich. Es war nicht wirklich meine Stadt 🙂

Danach fuhren wir mit dem Amtrak-Train in Richtung Norden in das etwas ruhigere Boston, wo wir die nächsten zweieinhalb Tage verbrachten. Boston behalte ich als schöne, grünere Stadt mit viel Wasser und Brücken in Erinnerung. Am dritten Tag unseres Aufenthalts in Boston mieteten wir uns ein Auto und fuhren auf die wunderschöne Halbinsel Cape Cod, wo wir eine Nacht und einen Tag verbrachten. Besonders traumhaft war der Sonnenaufgang am weiten Strand im Osten der Halbinsel. Unsere Reise ging weiter ins Landesinnere, wo wir in der Landeshauptstadt von New York State hielten. Albany ist eine kleine, aber interessante Stadt, in der viele Regierungsgebäude geballt auf kleinstem Raum stehen. Was auch ich vorher nicht wusste: Der Hudson River fließt von New York City durch den gesamten Bundesstaat New York und somit auch durch Albany. Am nächsten Tag fuhren wir weiter westlich zu den Niagarafällen. Überflutet von Touristen ist auch das ein Ort, den man definitiv mal gesehen haben muss. Abends, wenn die Wasserfälle in verschiedenen Farben erleuchten, entstehen wunderschöne Fotos!

Am zehnten Tag unserer Reise sind wir dann in Chicago angekommen und haben unser Auto abgegeben. Das Autofahren in den Staaten ist ziemlich entspannt und nicht wirklich schwer. Das Einzige, woran man sich gewöhnen muss, ist, dass die Amerikaner kein Rechtsfahrgebot kennen.

Am Abend trafen wir uns mit den anderen Studenten, die Chicago als Exkursionsziel gewählt haben. Zusammen läuteten wir die offizielle Exkursionswoche in einer gemütlichen Bar ein.

Im Laufe der Woche besuchten wir einige Unternehmen und Institutionen, mit denen wir zuvor Kontakt aufnahmen und Termine vereinbarten. So hatten wir unter anderem ein spannendes Gespräch mit leitenden Partnern von Rödl und Partner, die mit knapp 250 Mitarbeitern im Osten des Landes an der Seite ihrer deutschen Mandanten in den USA stehen. Außerdem besuchten wir mit AGCS ein Tochterunternehmen der Allianz, die Federal Reserve Bank (Fed) und die deutsch-amerikanische Handelskammer. Am Ende der Woche blieb noch ein wenig Zeit, um sich die Stadt auf eigene Faust anzusehen.

Nun bin ich wieder zurück in Deutschland und bin froh über all die Erfahrungen und Eindrücke, die ich „drüben“ gewonnen habe. Auch wenn ich vorher dachte, dass uns die Amerikaner durch den westlichen Lebensstil ziemlich ähnlich sind, bestätigte sich diese Annahme nicht. Das amerikanische Leben ist doch was ganz anderes als das europäische. Aber man sollte es definitiv mal erlebt haben! Ich komme gerne nochmal zurück 🙂

Krister