20. September 2017
Wie die Zeit vergeht …

Ein Jahr ist es her, dass ich mich von den lieben Kollegen bei Dierkes Partner verabschiedete, um meine lang herbeigesehnte Weltreise nach dem Abitur anzutreten.

Der Plan war folgender:
Am 09.09.2016 ging es vom Hamburger Flughafen in Richtung Kapstadt.
Ich war so aufgeregt, man kann es sich kaum vorstellen.
Für mich war es nun auch das erste Mal, dass ich so lange von Zuhause weg sein sollte.

Glücklicherweise war ich nicht alleine unterwegs. Mit einer sehr guten Freundin wollte ich Südafrika, Thailand, Vietnam, Malaysia, Australien, Neuseeland, Chile, Costa Rica, die USA und Island erkunden. Mit unseren 50-Liter-Rucksäcken und einem kleinen Handgepäcksrucksack waren wir voll ausgestattet für ein Jahr „on the road“.

Es ist schon ein anderes Lebensgefühl, wenn man nur zwei bis drei Tage an einem Ort verbringt und immer unterwegs ist. Das Leben im Hostel ist nicht immer angenehm (wenig Schlaf; volle, heiße Zimmer; teilweise schlechte Hygiene …), aber man lernt dort so viele tolle Leute kennen, mit denen man die jeweiligen Orte erkunden kann. Manche haben wir sogar später in anderen Ländern wieder getroffen. Auch sprachlich habe ich Einiges gelernt. Zwar haben wir in jedem Land Deutsche getroffen (wirklich überall!), aber Englisch und Spanisch sind doch die am meisten gesprochenen Sprachen, und vor allem meine schwachen Spanischkenntnisse konnte ich in Südamerika doch ein wenig auffrischen.

Es war nicht immer einfach und natürlich gingen auch ab und an ein paar Dinge schief, z. B. als sich herausstellte, dass wir unsere Aufenthaltsgenehmigung für Thailand um einen Tag überschreiten und somit für kurze Zeit unbefugt im Land sein würden. Aber mit Problemen hatten wir gerechnet und konnten diese auch lösen, und so stellte sich nach kurzen Recherchen und Nachfrage bei der Behörde heraus, dass wir einfach nur eine kleine Strafe bei der Ausreise zahlen müssten, die uns die Beamtin am Ausreisetag nicht einmal in Rechnung stellte und uns ohne weitere Schwierigkeiten weiter nach Vietnam fliegen ließ.


Kapstadt

 


Sydney

 


Shenandoah NP, Virginia, USA

 

Für mich war es eine sehr wertvolle Erfahrung und ich kann es jedem empfehlen, nach dem Schulabschluss oder während der Schule eine Reise oder ein Auslandssemester wahrzunehmen. Ob Weltreise, Au-pair oder „Work and Travel“  für zwei, sechs oder zwölf Monate, spielt meiner Meinung nach überhaupt keine Rolle. Es ist generell  wichtig, sich ein Bild von anderen Ländern, Menschen und Kulturen zu machen, aus sich herauszukommen und sich neuen Aufgaben,  Eindrücken und Problemen zu stellen. Ich bin unglaublich glücklich und dankbar, dass es mir möglich war, diese Reise anzutreten und kerngesund und mit ausschließlich guten Erfahrungen nach Hamburg zurückzukehren.

An das Büro schickte ich im Laufe des Jahres aus jedem Land, das ich besuchte, eine Postkarte (vielleicht können sich manche noch an den Blogeintrag „Flaschenpost“ vom März dieses Jahres erinnern 🙂 ), und es wurde per E-Mail und WhatsApp der Kontakt gehalten.

Nun bin ich seit einem Tag wieder im Büro und ich muss sagen, es ist ein super Gefühl, wieder hier zu sein.

Ich freue mich, viele bekannte Gesichter wiederzusehen und nach einem Jahr ohne jegliche Struktur einen geregelten Tagesablauf zurückzuhaben.

Für mich heißt es nun, mich im September auf mein im Oktober beginnendes duales Studium mit Dierkes Partner an der HSBA vorzubereiten.

Somit beginnt ein neuer Abschnitt in meinem Leben, auf den ich mich sehr freue.

 

Luisa Kors